15 Jahre Patientenombudsverein in Schleswig-Holstein. Franz-Joseph Bartmann verabschiedet Günther Jansen

(v. l.) Franz-Joseph Bartmann, Heide Simonis, Günther Jansen, Dieter Paffrath (AOK NordWest)Obwohl 15 Jahre Ombudstätigkeit laut Franz-Joseph Bartmann keinen klassischen Jubiläumszeitraum darstellen, ließ es sich der Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein und Vorstandsvize des Vereins nicht nehmen, die Strahlkraft des scheidenden Professors Günther Jansen während seiner Amtszeit als Vereinsvorsitzender für die im Hörsaal der Ärztekammer Anwesenden noch einmal nachzuzeichnen. Verbunden mit dem Dank für dieses bemerkenswerte ehrenamtliche Engagement des ehemaligen Sozialministers prägte Bartmann erneut das Bild des starken Paten, der als stabiler Stab dem seinerzeit sensiblen Pflänzchen Ombudsverein die nötige Wachstumsunterstützung gab. Jansen, der nach 15 Jahren des ehrenamtlichen Engagements den Vereinsvorsitz niederlegte, übergab das Zepter an seine nicht weniger prominente Nachfolgerin Heide Simonis, Ministerpräsidentin a. D.

Heide Simonis steht ab jetzt am Ruder des OmbudsvereinsFranz-Joseph Bartmann, der an Simonis insbesondere ihre Eigenschaft schätzt, sich lautstark und beherzt gegen das Unrecht und für die Menschen einzusetzen, hieß die 68-Jährige mit einem herbstlichen Blumenstrauß in ihrem neuen Amt willkommen. Scherzhaft kommentierte er die im Strauß bewusst noch fehlenden Lorbeerzweige, da es die Lorbeeren ja erst noch zu verdienen gilt. Simonis, die sich für die Unterstützungsbekundungen des Vorstands und der Ombudsleute herzlich bedankte, versprach das ihr übertragene Amt ganz im Sinne ihres Vorgängers weiterzuführen. Dass mit dem neuen Aufgabenspektrum auch neue Herausforderungen auf sie warten, hatte Simonis zuvor den ausführlichen Berichten der Ombudsleute über konkrete Fallbeispiele entnehmen können.

Mit der wachsenden Komplexität des Gesundheitssystems wächst auch das Konfliktpotenzial zwischen Angehörigen des Gesundheitswesens auf der einen und Leistungsempfängern auf der anderen Seite. Seit 15 Jahren stehen deshalb die vornehmlich theologisch und pflegerisch ausgebildeten Mitglieder des Vereins Patientenombudsmann/-frau Schleswig-Holstein Hilfesuchenden zur Seite. Bei der Arbeit der Ombudsleute sollte es, das war den Begründern von Beginn an wichtig, in erster Linie um die Lösung von Konflikten mit Ärzten, Krankenhäusern, Kassen und Pflegeinstitutionen gehen, aber auch ums Zuhören im seelsorgerischen Sinn. Rund 15.000 Patienten nutzten seit 1996 die Möglichkeit, sich bezüglich ihrer vielfältigen Anliegen von den Mitgliedern des Vereins begleiten und unterstützen zu lassen.

Die Ombudsleute sind auch im 16. Vereinsjahr über die zentrale Rufnummer 01805/235383 zu erreichen, von der aus die Anrufer an den für ihre Region Zuständigen weitergeleitet werden. Am anderen Ende der Leitung nehmen sich die Theologen Regina Klingsporn, Andreas Eilers, Henning Steinberg und Klaus Jürgen Horn den Sorgen und Nöten der Anrufer an. Für spezielle Anliegen, die die ambulante oder stationäre Pflege betreffen, steht den Betroffenen außerdem Sozialpädagogin Dagmar Danke-Bayer unter 01805/235384 zur Seite.

Weitere Infos auch im Internet unter www.patientenombudsmann.de

Fotos: ÄKSH, honorarfrei

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Bad Segeberg, 02.11.2011